Der ultimative Pommesbudentest

Bruzzelei

Bruzzelei, Bahnhofstraße 93, Wegberg
Öffnungszeiten: Mo bis Fr 11.30-14.30, 17.30-22.00,
Sa+So 11.30-22.00, kein Ruhetag
Getestet am 10.09.2004

Es begab sich am 222. Tage unseres Wegberger Seins, da die Schnuten beschlossen, es sei an der Zeit, den großen Pommesbudentest fortzuführen. Eine neue Ära des FBF (Frittenbudenfeelings) hielt Einzug: Worauf man alles achtet wenn man den Testbogen im Kopf und die große Bürde eines objektiven Testberichtes im Nacken trägt...

Der erste Eindruck beim Betreten der Bruzzelei: Eine große Vielfalt an Salaten, frisch hinter dem Thekenglas drapiert, dazu ein Gyrosspieß und wechselnde Tagesgerichte zeugen von einem reichhaltigen Angebot und machten sogar den Schnuten Appettit, abweichend vom Standardprogramm zusätzlich einen kleinen Salat mitzunehmen. Freundlich werden wir begrüßt, und die Bestellung wird bald aufgenommen. Glück gehabt, wenn man sich die Schlange anschaut, die sich bei unserem Verlassen des Etablissements angesammelt hat. Irgendwie geht hier doch alles etwas gemächlicher vonstatten, von der Großstadthektik ist noch nichts zu spüren, und auch die Zubereitung hinterlässt nicht den Eindruck, als hätte die Alltagsroutine vom Personal Besitz ergriffen. Der Smalltalk erstickt im Keim und holt sich an der Sprachbarriere eine Beule. Wahrscheinlich aus diesem Grunde ist auch die Beratung noch nicht so ganz ausgereift... Ansonsten bleibt noch zu erwähnen dass die Sitzmöglichkeiten im hinteren Teil der Bude ganz passabel aussehen und dass die Preisgestaltung doch eher im oberen Bereich des Landadels liegt. Die Art der Verpackung ist durchaus individuell zu nennen: Die Currywürste werden in die Styroporschachtel gelegt, die Mayo kommt auf einen Pappteller. Das gibt nicht nur eine ziemliche Matscherei beim Auspacken sondern auch Punktabzug und nur einen mäßigen Ökobonus.

Gemessen an den bisher getesteten Spachteleien hat es natürlich jede Frittenbude schwer. Aber hier bleibt nach dem Verputzen eigentlich nur die Bewertung: Kann man essen. Hätte man keine Alternativen würde man hier öfter einkehren, aber so... Die Soße ist schmackhaft aber unspektakulär, die Pommes sind unterschiedlich kross aber einheitlich geschmacksneutral, und pikant ist auch nicht so ganz der treffende Begriff - da fehlen einfach der Mnajm- und der Junkfaktor. Auch der außer Konkurrenz mitgenommene Bohnensalat konnte da leider keine "willkürlichen Bonuspunkte" einheimsen.

Fazit:

Eine ganz normale Pommesbude. Unauffällig (bis auf den Namen), schmackhaft, sättigend und unbedeutend. Kurz: Jo, nett, kann, muss aber nicht. Keine Konkurrenz für die Referenz.



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Bzzzzzzzzzzz am 11.09.2004 11:45:50     [ Nach oben ]