Wieder ein Tag unter dem Aspekt “Horizont erweitert”. Wer kann schon von sich behaupten zu wissen, wo Heinsberg-Karken liegt? Eben! Das Haus dort war ganz nett, der Vermieter hatte viel zu erzählen (und tat dies auch ausführlich), die Wohnung wird gerade frisch renoviert… allerdings war die Zimmeraufteilung nicht so ganz WG-günstig, und vor allem liegt Karken nun wirklich am Arsch der Welt. Wir haben ja wirklich nix gegen abseits, dann aber bitte mittem im Grünen! Nettes Schmankerl am Rande: Die innenliegende Wand des Bades bestand aus Milchglasscheiben… Anschließend ging es dann nach Erkelenz-Terheeg. Auf der Karte sah das ganze ja schon schwer nach Autobahnnähe aus, in der Realität stellten wir dann fest, dass das Dorf, das aus genau einer Straße besteht, quasi mitten auf der Autobahn liegt. Danke, das muss dann doch nicht sein…
Nach nem Eisbecher ging’s dann weiter nach Erkelenz-Isengraben. Auch leicht zu finden, und immerhin gab es in dem Dort schon zwei Straßen. Die Formulierung “urige Wohnung” hatte uns neugierig gemacht, und diese Wortwahl war genau richtig. In einem relativ großen, alten Gebäudekomplex wurde uns eine nette, kleine, noch von einer WG bewohnte Dreizimmer-Dachwohnung gezeigt. Einst von dem Sohn liebevoll eingerichtet (laut Aussage der Vermieterin liebt der Sohn Hochbetten. Sie hätte es nicht extra erwähnen müssen!), verwinkelt-verspielt, mit schönen alten Holzbalken… Aber abgesehen von der Größe, die mit 95m² schwer geschönt angegeben war, hatte die Giebelwohnung einen entscheidenden Nachteil - jedenfalls solange man nicht auf Dauer-Sauna steht: Es war heiß. Sehr heiß. Unerträglich heiß. Zwar sind die Sommertage in Deutschland nicht sooo häufig, dennoch wurde diese Wohnung aus der Auswahl gestrichen.
Fazit des Tages: 100 Kilometer abgerissen, reicher an Erfahrungen, aber leider immer noch wohnungslos…