Am Freitag Abend geht es, begleitet von heftigem Schneefall, ab nach Duisburg, wo wir Daniela beim Umzug helfen dürfen. Abends werden lediglich das Wasserbett abgebaut und ein paar Regale abgeschraubt, so richtig geht’s erst am Samstag los - und zwar wiederum mit sehr viel Schnee. Schlitternde Bremsversuche mit dem LKW lassen für den Tag nicht all zu viel gutes verheißen und Benedikt dankt dem Esso Konzern für die freundliche Bereitstellung einer Tankstelleneinfahrt - sonst wären LKW und Oppa schon vor Beginn des Umzug hinüber gewesen. Drei der Helfer haben sich mit Grippe bereits entschuldigt, Matthias sitzt, nachdem er dann doch noch mal aufgewacht ist, stundenlang im Zug auf dem Mönchengladbacher Hauptbahnhof rum (irgendwie scheint die Bahn jedes Jahr aufs Neue vom Winter überrascht zu werden), und die anderen Helfer schleppen, was das Zeug hält. Benedikt und Stef räumen den LKW zum Glück gut ein, so dass lediglich eine Fahrt nach Frechen notwendig wird (und die Möbel später tatsächlich auch Danielas eher rustikale Brems- und Wendemanöver unbeschadet überstehen). Die ein oder andere eher suboptimal geregelte Sache bringt die Schnuten übrigens auf die Idee, einen kleinen “Umzugshelfer” zu schreiben…
Dann geht es ab Richtung Frechen, und je näher wir Richtung Köln kommen, um so weniger ist vom Schnee zu sehen. Frechen selbst scheint entweder eine noch bessere Fußbodenheizung als Duisburg zu haben, oder es war dort tatsächlich die ganze Zeit trocken. Nun wird die neue Wohnung bestaunt, und mit voller Freude Hoffnung, bald fertig zu werden, wird der Krempel in den zweiten Stock geschleppt. Wer übrigens bei unserem Umzug meinte, wir hätten (zu) viel Kram, der hätte spätestens jetzt seine Meinung revidiert…
So langsam lässt dann auch die Kraft nach, die letzten schweren Brocken werden für Danielas extra aus Stuttgart angereisten Kollegen übrig gelassen, und gegen 20.30 können wir tatsächlich sagen “geschafft”! Auf dem Heimweg wird es dann von Kilometer zu Kilometer weißer, und Oppa schafft es zum Glück auch bis vor das Haus - zur Fahrt in die Scheune wäre wohl ein Schneepflug erforderlich gewesen…
Dann sind nur noch eine heiße Badewanne bzw. ein warmes Dinkelkissen auf dem schmerzenden Rücken, eine Tasse wärmende Suppe und ein paar entspannte Minuten vor dem Ofen angesagt, zu allem anderen sind wir einfach zu fertig. Wer in den nächsten Wochen einen Umzug vor hat darf ihn gerne machen - aber ohne uns! Den schweren Tag beschließen die Schnuten denn auch mit einem völlig erledigt klingenden “örks”…