Aller guten Dinge sind drei

„Wenn wir jetzt den Mitarbeiter einstellen wird es ja etwas ruhiger“ dachten wir vor 1 1/2 Jahren. Das hat irgendwie so mäßig geklappt.
„Wenn  wir jetzt unseren zweiten Mitarbeiter einstellen wird es ja etwas ruhiger“ dachten wir dann vor einem Dreivierteljahr. Hat wieder so mäßig funktioniert.
Im März stellen wir unseren dritten Mitarbeiter ein – und hoffen natürlich, dass es diesmal…

Hätte uns damals, im Herbst 2014, jemand unsere Personalsituation prophezeit, hätten wir herzlich gelacht. Vielleicht nach ein oder zwei Jahren eine Aushilfe, damit man ab und zu auch mal einen freien Tag hat, okay, aber dass sich alles so entwickeln würde…

Was allerdings bei jeder Einstellung dazu kommt ist die Verantwortung, die man plötzlich trägt. Einfach den Laden dichtmachen wenn wir keine Lust mehr haben (oder aus welchem Grund auch immer) ist nun mal nicht so einfach möglich, wenn er viereinhalb Personen am Kacken hält ernährt. Nun verschwenden wir noch absolut keine Gedanken ans Aufhören, und auch die Kundenfrequenz ist nach wie vor so, dass wir uns noch nie mit dem Thema Personalabbau befassen mussten.
Hoffen wir, dass es noch lange so weitergeht, und wer weiß, vielleicht wird es ja ab März für uns tatsächlich ein wenig ruhiger, wenn wir jetzt den nächsten Mitarbeiter einstellen… 😉

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Schwer krank

Nachdem sich Stef mittlerweile von seiner Jahreswechselmännergrippe erholt hat liegt jetzt Benedikt seit ein paar Tagen flach. Unsere Jungs sind seit Jahresbeginn auch schwer lädiert, sie fallen mehr oder weniger abwechselnd aus, weshalb Stef im Laden immer mit demjenigen die Fahne hochhält, der einigermaßen stehen und wenigstens drei ganze Sätze ohne Hustenattacke sprechen kann. Die Überlegung, die Seuchenstation, auch Laden genannt, für ein paar Tage aus Quarantänegründen zu schließen wurde erst mal hintenan gestellt, endgültig passé ist sie noch nicht, schwebt doch immer die Gefahr der Rundumansteckung über uns, und die Gesundheit unserer Kundschaft ist schließlich oberstes Gebot.

Wir pflegen uns so gut es geht – sonderlich gut geht es nicht – und hoffen, dass wir danach mit den Krankheiten für dieses Jahr durch sind und dann wieder so viel Glück mit der Gesundheit haben, wie die beiden Jahre zuvor.

Um vom eigenen Leiden ein wenig abgelenkt zu werden schauen wir bei einem anderen, weitaus größeren Elend zu: Die alljährliche Trashzeit ist wieder angebrochen und allabendlich geht es nun für ein bis zwei Stunden in den Dschungel, respektive das dortige Camp. Noch ist die ganze Veranstaltung ein wenig lahm, aber die diesjährige Auswahl der Teilnehmer lässt wieder große Hoffnung auf herrliche schaurigschöne Unterhaltung aufkommen. Und so trösten wir uns damit, dass es andere – wenn auch mehr oder weniger freiwillig – noch viel schlimmer erwischt hat als uns. 😉

Genesungswünsche, Ausdrücke des Bedauerns und Mitgefühl (für uns, nicht für die Campteilnehmer!) sind erwünscht.

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Silvestermorgen, kurz vor drei: Wir beenden dann jetzt mal das Geschäftsjahr – mit dem erfolgreichsten Tag, der mit Abstand erfolgreichsten Woche und dem mit großem Abstand erfolgreichsten Monat. 

Würden wir ja glatt drauf anstoßen, wenn wir nicht so müde wären… 

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Mal wieder in Berlin

Nach über zwei Jahren verschlug es die Schnuten mal wieder nach Berlin. Ursprünglich war das ja schon während unserer Urlaubswoche angedacht, aber Spaß und Erholung waren als Grund wohl nicht ausreichend, und so musste eben jetzt die Deutschlandpremiere des Films A Billion Lives (zu dem bestimmt vielleicht später an anderer Stelle noch eine separate Würdigung erscheint) herhalten. 😉

Nach Ladenschluss ging es direkt auf die Autobahn, also musste bei der Ankunft als erstes der knurrende Magen zumindest temporär gestillt werden:

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Ja, Berliner Currywurst, Klischee und so, dazu aus Zeitmangel nicht an der „Stammbude“ am U-Bahnhof Gesundbrunnen sondern am – viel zu hektischen – Alex, da dieser nur zwei Minuten vom Hotel und fünf Minuten vom Kino entfernt liegt. Die Qualität? Ganz passabel, und selbst bei dieser Kette noch deutlich besser als die meisten Currywürste in Meck Pomm. Die besten gibt es ja sowieso im Rheinland und im Pott, aber das ist eine andere Geschichte.

Leidlich ausreichend gesättigt ging es dann zum Kino, wobei nicht nur der Film Premiere hatte, auch waren die Schnuten erstmals im Kino International.

201611berlin-kino

Der Veranstaltungsort gefiel und passte irgendwie auch zu diesem Film. Dass die zweite Vorstellung des Abends nicht mal zur Hälfte ausverkauft war empfanden wir schon als ziemlich peinlich, allerdings konnte man sich so wenigstens im Saal gut ausbreiten.

Die Aftershowparty im Club gegenüber haben wir natürlich auch besucht – wenn auch nur für eine Viertelstunde, wir zogen einen amüsanten Abend in netter Gesellschaft in der Hotellobby vor. Dass dieser Abend weder früh noch nüchtern endete versteht sich, das gehört sich für Berlin-Besuche, so will es das Gesetz.

201611berlin-lobby

Und dass wir nach viel zu wenig Schlaf den Sonntag entsprechend verknautscht begannen – geschenkt.

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Ein großer Becher Kaffee und die Aussicht aus dem Hotelfenster halfen uns aber zumindest ansatzweise über diesen Zustand hinweg.

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Zu ausufernden Aktivitäten waren wir dennoch nicht in der Lage, also gab es nur einen kleinen Spaziergang durch die touristisch verseuchte, hektische und laute Mitte und – eine weitere Premiere – den Besuch der Schlossbaustellenaussichtsplattform. Auf der Baustelle hat sich ja einiges getan, und der Bau wirkt, egal ob man ihn als sinnvoll oder pure Geldverschwendung ansieht, schon recht imposant. Und wenn man schon mal da oben stand musste natürlich auch das ein oder andere Foto…

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Da sich ein Schokocroissant als Tagesmahlzeit nicht als ausreichend herausstellte musste vor der Rückfahrt noch was Ernsthaftes zum Futtern her. Wie das aber in großen Städten nunmal ist: Restaurants im Zentrum sollte man meiden – meist sind Service und Küche nicht darauf angelegt, dass die Gäste wiederkommen. Und da die Rückfahrt sowieso über den Berliner Norden führte besuchten wir nach fast drei Jahren mal wieder einen alten Bekannten, unseren Weddinger Stammtamilen.

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Des Inhabers Wiedersehensfreude stieg spontan nachdem wir unsere lange Abwesenheit mit den trennenden Kilometern erklärt hatten, und so wurden wir alsbald zur Verkostung diverser Leckerlies „genötigt“.

Es war ein schöner Ausflug, bei dem durchaus Urlaubsstimmung aufkam. Dennoch ist nach dem Wochenende klar: Berlin als Besucher gerne, aber wieder dort wohnen, das muss – zumindest vorerst – nicht sein.

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Dennoch kommen wir demnächst bestimmt noch mal vorbei, dann mit hoffentlich etwas mehr Zeit!

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Das zweite Jahr

Wie sich das Ganze weiterentwickelt? Mal sehen, was in einem Blogbeitrag mit dem Titel „das zweite Jahr“ stehen wird…

…schruben wir damals bei unserem Einjährigen. Im Grunde lief es im zweiten Jahr genau so weiter – nur alles noch eine Nummer fetter. Wir sind zwar nicht mehr ganz so häufig überrascht, ein gewisser Gewöhnungseffekt ob der Entwicklung und der stetig wachsenden Kundenschar ist durchaus eingetreten, dennoch schütteln wir immer wieder ungläubig unsere Köpfe und können nicht so richtig fassen, was da seit zwei Jahren geschieht…

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Seit Mitte des Jahres haben wir zwei festangestellte Mitarbeiter und sind schon auf der Suche nach einer zusätzlichen Aushilfe, das Warenlager ist schon lange viel zu klein – Stichwort Warentetris – und eigentlich ist es der Laden auch.

Schlaf und Freizeit werden nicht wirklich mehr, gefühlt mitunter sogar weniger, es ist und bleibt ein sehr anstrengendes Abenteuer – aber eben auch ein sehr schönes.

Gefeiert wurde an diesem Tag natürlich auch, viele kamen zum Gratulieren vorbei, und es gab auch das ein oder andere Geschenk:

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Während der Öffnungszeiten kamen wir natürlich nicht dazu, viele Fotos zu machen, genau genommen gibt es nur dieses eine, schließlich wollten wir uns um die zahlreichen Gäste kümmern.

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Nach Ladenschluss gab es aber noch ein kleines Fotoshooting – bei dem alle ihren Spaß hatten:

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Na gut, das ganze gibt es auch in – leidlich – seriös:

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Als dann schließlich wieder Ruhe einkehrte stießen die Schnuten selbst noch auf das Zweijährige an:

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Schön war sie, die Feier, auch wenn wir anschließend ganz schön kaputt waren. Aber bis zum dritten Geburtstag haben wir ja noch ein wenig Zeit, uns wieder zu erholen. 😉

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