Tradition – aber alles irgendwie anders

Natürlich haben wir auch dieses Jahr wieder gemeinsam den Sangeswettstreit angeschaut – auch wenn wir, wie schon im letzten Jahr, zu platt waren, ihn live zu verbloggen. Stattdessen gab es diesmal einen netten Gruppenchat auf Fratzenbuch, wobei es natürlich schade um die ein, zwei Nichtfacebooker war, die am fröhlichen Geläster nicht teilnehmen konnten. Tja, Kinners, vielleicht dann nächstes Jahr wieder.

Generell war alles in diesem Jahr ein wenig anders – statt unserer üblichen Futterorgien der letzten Jahre wurde diesmal das Schmecklecker gedampft:

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Und so haben wir dieses Jahr eben nix gefuttert. Naja, bis auf die Hotdogs im blaugelben Gegenwartsmuseum. Und die eine Tüte Essigchips. Die Erdnusskekse. Ein wenig Parmesan. Na, und ein Eischen. Aber im Gegensatz zu früher ist das ja wirklich zurückhaltend.

Ebenfalls neu war die Art des Votings. Es mag die Langeweile, die in den letzten Jahren mitunter gegen Ende der Punkteverteilung auftrat, verhindern, aber trotzdem fremdeln wir noch ein wenig mit dieser Neuerung. Mag auch daran liegen, dass wir einfach zu selten „Germany twelve points“ gehört haben. Genaugenommen nicht einmal, ist bei insgesamt 11 Punkten auch schwierig. Der deutsche Beitrag belegte recht abgeschlagen den letzten Platz, was für das eigentlich nette Lied und den doch recht ansehnlichen Vortrag definitiv zu schlecht war. Aber die Verschwörungstheoretiker sind bestimmt schon dabei, sich dieser Sache anzunehmen. Für die von den meisten im Chat favorisierten Niederländer reichte es immerhin zu Platz 11.
Das Siegerlied hingegen fanden wir einmütig schlecht. Gut, der Text mag anspruchsvoll gewesen sein – wenn auch nicht politisch. Natürlich nicht politisch beim ESC! – aber der Song selbst, och jo, ne? Die Bühnenpräsentation mit all dem digitalen, farbenfrohen Schnickschnack war halt ganz nett, wobei man generell das Gefühl hatte, eben jener Schnickschnack steht weitaus mehr im Vordergrund als das Lied selbst.

Ansonsten? Statt des völlig überbewerteten Auftritts von Herrn Timberlake hätte man die Gewinnerin des „Junior Eurovision Song Contest“ nicht nur kurz auf die Bühne zerren sondern auch singen lassen können – wahrscheinlich hätte sie aber dem ein oder anderen Teilnehmer die Show gestohlen. Wenigstens konnte man sich auf Peter Urban verlassen. Wollen wir mal hoffen, dass er noch lange lebt, denn ohne seine wie gewohnt herrlich gehässigen Kommentare ist die ganze Sause nur halb so lustig.

Fazit: Jo, irgendwie war die ganze Veranstaltung so lala, die Songs variierten von ochlassmal bis zu dasistdochganznett, und wie jedes Jahr denkt man sich spätestens während des langatmigen „Kulturprogramms“, ob man nicht vielleicht im nächsten Jahr doch was anderes… Dennoch war es ein netter Abend, zu dem vor allem das gemeinsame Lästern beitrug. Im nächsten Jahr dann wieder, wenn es wieder nicht heißt „Germany twelve points“.

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Kleine Pause in gelb

Viel Zeit haben wir auch an Sonntagen nicht – dieser Tag wird von uns traditionell für die Bestellungen genutzt, und davon hatten wir am letzten Wochenende einige zu erledigen. Aber wenn man dann morgens mittags nach dem Frühstück aus dem Fenster schaut und dieses Gelb sieht…

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…dann kann man schon mal ein halbes Stündchen für einen Spaziergang abzweigen. Also ab zum Nachbardorf,

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…ein wenig ins Gelb abtauchen…

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…ein paar Dampferselfies schießen…

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…und wieder zurück.

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Nur ein halbes Stündchen, tat aber trotzdem verdammt gut! 🙂

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