Frei-beruflich

Was machen Berufsdampfer an ihrem freien Tag? Richtig, sie fahren nach Hamburg…

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…um einen neueröffneten Dampfershop zu besuchen.

(Foto von den Schnuten zusammen mit der sympathischen Inhaberin entfällt, da vor lauter angenehmer Plauderei nicht dazu gekommen. Naja, und weil vergessen.)

Link zum Shop bei Gelegenheit. Dann vielleicht auch einer vom Flickenschildt, wo wir erstmals seit Ewigkeiten wieder richtig leckere Bratkartoffeln gegessen haben…

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Das erste Jahr

Heute vor einem Jahr machten sich morgens um 8 Uhr zwei schwer unausgeschlafene Jungunternehmer, begleitet von einer lieben, ebenso unausgeschlafenen Freundin, auf den Weg zu ihrem, nur wenige Stunden vorher fertiggestellten Laden, um fortan die Dampfer aus der Umgebung mit leckeren Liquids und schönen Dampfgeräten zu beglücken und um Neulinge in die Dampferwelt einzuführen. In den letzten Wochen hatten sie schwer geschuftet und wenig geschlafen, und wussten eigentlich überhaupt nicht, auf was sie sich da genau einließen. Ihre Erfahrung im Einzelhandel war – gelinde gesagt – übersichtlich, und ob sich ihre Geschäftsidee tragen würde war völlig unklar. Jeder Außenstehende war mehr als skeptisch, lediglich andere Shopbetreiber machten den beiden Helden Mut.

Heute war also die Eröffnung. Wie würde der Tag verlaufen? Würden überhaupt Menschen von dem neuen Shop Notiz nehmen? Wie würden sich die ersten Beratungen gestalten? Würde man vor lauter Nervosität überhaupt einen sinnvollen Satz herausbringen? An die folgenden Tage, Wochen und Monate wurde an diesem Tag sowieso kein Gedanke verschwendet, da hatte man sich den Kopf schon vorher zerbrochen und würde es ab dem nächsten Tag wieder tun.

Als die beiden Jungunternehmer abends völlig platt und erschöpft nach Hause fuhren war klar: Die Eröffnung war ein voller Erfolg! Trotz fröhlichen Dilettierens, leichter genereller Konfusion und – zum Glück minütlich abklingender – Nervosität war der Tag gemeistert: Die Kunden strömten, die Stimmung war gut, der Laden wurde gelobt und den beiden Betreibern viel Mut gemacht.

Der Eröffnungstag
Der Eröffnungstag

Inzwischen ist ein Jahr vergangen, und dass sich die ganze Sache so gut entwickeln würde hätte wir in unseren kühnsten Träumen nicht gedacht. Die Kundenschar wuchs, das Sortiment ebenso, und natürlich auch die Erfahrung. Noch vor Ablauf des ersten Jahres konnten wir einen Mitarbeiter fest einstellen, und von der Nachfrage her würden sich mittlerweile wahrscheinlich ein Onlineshop und vielleicht sogar ein zweiter Laden lohnen.

Allerdings hatten wir uns auch nicht vorgestellt, wie arbeitsintensiv das Ganze werden würde. 80 bis 90 Stunden Arbeit pro Woche, für Hobbys blieb ebenso wenig Zeit wie für den Kontakt zu Freunden, Familie und Bekannten, und das Schlafdefizit wuchs quasi täglich. Wenn wir dieses Ausmaß vorher geahnt hätten, wer weiß, ob wir uns auf die Sache eingelassen hätten. Zum Glück ahnten wir es nicht, denn das erste Jahr hat einfach riesigen Spaß gemacht! Und natürlich darf es gerne so weitergehen, schließlich möchten wir ja gerne die vielen Ideen, die in unseren Köpfen rumspuken, verwirklichen – oder wenigstens einen Teil davon. 😉

Das erste Jahr ist geschafft
Das erste Jahr ist geschafft

An dieser Stelle nochmals Danke an alle, die uns bei der ganzen Sache unterstützt haben, die ertrugen, dass man uns kaum noch ans Telefon oder gar zu Gesicht bekam, die uns Mut gemacht und uns auf dem Weg begleitet haben. Wie sich das Ganze weiterentwickelt? Mal sehen, was in einem Blogbeitrag mit dem Titel „das zweite Jahr“ stehen wird…

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