Unser Mantra gefunden

Nach einem Gewaltmarsch Spaziergang durch den Gespensterwald überkam die Schnuten der große Hunger – kein Wunder, das Frühstück war diesmal ungewohnt übersichtlich ausgefallen, was angesichts der Völlerei vom Vorabend  wiederum überhaupt nicht verwunderlich war. Wie praktisch, dass Benedikt vor kurzem von einem indischen Restaurant gehört hatte, welches sich unbedingt noch einem Schnutschen Testessen unterziehen wsollte. Also ab ins wärmende Auto und nach Kühlungsborn. Nun wird die Größe dieser, gerade mal 7000 Einwohner fassenden, Stadt gerne mal unterschätzt. Oder besser gesagt: Die Breite. Um es kurz zu machen: Dank moderner mobiler Kommunikationsgeräte und Qype fanden wir das Restaurant Mantra dann irgendwann doch noch – gut versteckt im West-Teil der Stadt.

Da uns recht früh hungerte war das Restaurant noch leer – das änderte sich aber schlagartig um viertel nach sechs: Plötzlich waren innerhalb von 5 Minuten sechs weitere Tische belegt. Merke: Der MeckPommer macht sich um 18 Uhr auf zum Abendbrot. Das Lokal selbst ist unspektakulär eingerichtet aber liebevoll gestaltet, die eine Hälfte des Servicepersonals ist aufmerksam, fit und freundlich, die andere Hälfte freundlich und bemüht. Alles in allem fühlten wir uns wohl, und nach mehreren Yogitees endlich auch innerlich gewärmt.

Das Testessen: Nach den obligatorischen Suppen (in Ermanglung der beim Stammtamilen üblichen Sauer-Scharf-Suppe diesmal eine Palak- und eine “Hyderabadi Murg Suppe”) gab es Mutton Saag (Benedikt) und ein Shahi Paneer Mango (Stef). Die drei Gs (Gerichte, Gewürze, Geschmack) waren diesmal deutlich anders als gewohnt – und durch die Bank absolut schmeckig! Der – von den Schnuten gerne mal kritisierte – Schärfegrad entfiel bei Stefs mildem Gericht, bei Benedikt war wie üblich noch Luft nach oben, dennoch sollte die Pikanz für den allgemeinen europäischen Geschmack vollkommen ausreichen.

Preisgestaltung: Nun, Kühlungsborn ist nicht der Wedding, mit nem Euront “Tourizuschlag” muss man also rechnen. Dafür war nicht nur die Vorspeise auf Kosten des Hauses üppiger als anderswo – statt der üblichen drei Soßen zum Papadam gab es derer acht – sondern auch die Portionen so groß, dass selbst die Schnuten kapitulierten.

Kommen wir zum Fazit: Sind die Schnuten gemeinsam in Berlin, schmausen sie beim  Stammtamilen. Sind sie in MeckPomm, ist das Mantra ab sofort die erste Anlaufstelle für ein leckeres – aushäusiges – indisches Essen. Da wird es der “Rostocker Inder” schwer haben, aber wir werden ihm zumindest eine Chance geben – beim nächsten Besuch an der Küste dann…

Mantra, Hermann-Häcker-Straße 39, 18225 Kühlungsborn (West!), Öffnungszeiten: Mo – Fr:  16.30 – 22.30 Uhr, Sa, So, Feiertage: 12.00 – 23.00 Uhr. Webseite: www.mantra-restaurant.de

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