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Umzugshelfer

Überall im Netz findet man diese netten “Umzugsplaner”, die einem sagen, in welcher Zeit man was beim Umzug plant (Umzugsfirma bestellen, Renovierungstermin absprechen, Kinder abgeben), aber irgendwie sind die Tipps sehr mangelhaft - vor allem für “Selbstumzügler”. Dem Dilemma wollen wir nun Abhilfe schaffen und unsere durch die letzten eigenen sowie unsere Hilfe bei Danielas Umzug gemachten Erfahrungen an dieser Stelle weitergeben:

  1. Parkplatz für den LKW rechtzeitig absperren. Eine Stunde vorm Abholen des LKWs ist nicht rechtzeitig!
  2. Für die Helfer sollte ein kleines Frühstück (Besteck und Tassen draußen lassen!) bereitstehen, außerdem viel Wasser (auch ohne Kohlensäure) und leckerer (!) Süßkram.
  3. Tüten für Schrauben bereitlegen, und zwar für jeden Schrank eine eigene Tüte. Am besten vorher beschriften und genügend Ersatztüten bereithalten. Gut geeignet sind Gefrierbeutel.
  4. Werkzeug bis zum Schluss draußen lassen. Ja, auch ein Akkuschrauber ist ein Werkzeug!
  5. Kartons möglichst leicht packen. Lieber viele leichte Kartons als wenige schwere. Man glaubt gar nicht, wie schwer nach 3 Stunden Schleppen auch vermeintlich leichte Kartons werden können...
  6. Tupperdosen zum Schluss einpacken - man kann sie immer noch mal gebrauchen!
  7. Das Beschriften der Kartons macht Sinn. Hinweise für die Helfer wie “zerbrechlich” oder “Wichtig, bitte in Raum X stellen” sollten allerdings farblich besonders hervorgehoben werden - am besten nutzt man auffällige Symbole. Die Helfer wsollen schleppen, nicht lesen!
  8. Eine gewisse Sortierung in der Wohnung und vor allem beim Schleppen macht Sinn: Erst die Kartons, dann die schweren, sperrigen Sachen. Die immer wieder beliebte Waschmaschine kommt zum Schluss!
  9. Genügend Malerkrepp bereithalten. Und zwar gutes Malerkrepp (z.B. “Budget” vom “Praktiker”).
  10. Alle Helfer telefonisch wecken. Und zwar nicht erst dann, wenn sie eigentlich bereits auf der Matte stehen sollten!
  11. Umzugskartons kann man recht preisgünstig gebraucht kaufen oder auch leihen. Allerdings sollten wirklich nur Kartons verwendet werden, die nicht bereits vor dem Packen auseinanderfallen.
  12. Kartons ausreichend bemessen! Immer rund 20 Kartons in Reserve halten. Man wird feststellen, dass es sehr viele “letzte Kartons mit restlichem Kleinkram” gibt...
  13. Genügend Decken zum Polstern bereitliegen. Decken, keine Kopftücher!
  14. Briefing für die Helfer (was ist zu beachten, welche Reihenfolge usw.)
  15. Schubladen in den Schränken belassen und festkleben. Auch die Schranktüren mit Krepp festkleben. Regalböden, Regalbodenhalter und andere Pinösel hingegen rausnehmen und in die bereitliegenden Tüten packen.
  16. Wenn die Packer auf dem LKW fragen, was noch in der Wohnung ist, sollte die Antwort möglichst genau ausfallen. Der Satz “Nur noch ein bisschen Kleinkram” sollte keinesfalls inflationär benutzt werden!
  17. Alles, sofern möglich, in Kartons packen. Alles!
  18. Niemals irgendein wichtiges Teil an eine ganz besondere Stelle packen, um es schneller zu finden. Niemals nicht!
  19. Abschließend ein kleiner Hinweis an die Klugscheißer wohlmeinenden Menschen mit ihren guten Tipps: Vergesst es, in der Praxis sieht sowieso alles ganz anders aus!


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